Georg Friedrich Händel

DIE ACHT GROSSEN SUITEN (HWV 426-433)
Lisa Smirnova, Klavier

Erhältlich bei ECM New Series, CD-Nr. 2213/14

Auszüge aus dem Booklet

Von zeitloser Schönheit. Zufällig hörte ich im Jahr 2000 zwei Sätze aus einer Suite von Georg Friedrich Händel, ohne zu wissen, um welche Stücke es sich dabei handelte, und wurde von der Qualität dieser Musik wie vom Blitz getroffen. So schnell wie möglich machte ich mich mit den restlichen sieben Suiten aus der ersten Londoner Sammlung vertraut und wurde nicht enttäuscht. Mir erschien ein Universum von zeitloser Schönheit, in dem sich die Freude und der Mut zum Experimentieren mit einer unwahrscheinlichen Energie und Leidenschaft geradezu überschlagen. Während die schnellen Sätze vor Virtuosität nur so sprudeln, überwältigen die langsamen mit einer großen Klarheit und Tiefe. Man findet in den Suiten die modernsten Genres und Formen der Instrumentalmusik, die zu Händels Zeit existierten - es fehlt nicht an italienischen, französischen und deutschen "Manieren" - , die Freiheit der Zusammenstellung würde man heute wahrscheinlich als sehr zeitgemäß empfinden und als kunstvolles Patchwork bezeichnen. Aber damit noch nicht genug: Auch die Rezitative und Opernarien werden - wie könnte es bei Händel anders sein - eingebunden und meisterhaft auf das damals vorhandene Tasteninstrument zugeschnitten. So begann ich voll Elan an den Suiten zu arbeiten, wobei die Interpretation der "alten" Musik auf modernem Flügel, mit all seinen phantastischen klanglichen Möglichkeiten, eine wunderbare Erweiterung für das Verständnis des Werkes sein kann. Die Suiten blühen auf - ein Gefühl, das mich während der direkten Arbeit an den Stücken, den Aufführungen bei Konzerten und den Tagen der Aufnahmen stets begleitete. Lisa Smirnova.